Hallooo.... wir sind wieder da :-))) und nach so einer aufregend gelungenen Duftreise muss ich mich hier doch einmal melden und davon erzählen.... Sonntag, den 13. Juli sind wir schon früh losgefahren. Ohne Probleme und sogar recht pünktlich kamen wir in Bellegarde am Abend an... jedenfalls war es noch hell und das Essen noch warm. Recht zufrieden und voller Erwartung bezogen wir unsere Zimmer. Am Montag war der Tag eigentlich recht kühl bis kalt, aber es regnete nicht. Das hat uns nichts ausgemacht, denn wir hatten eine aufregende Reise in die Berge zu dem Felsenmeer und der Drôme-Quelle. Ab Mittag wurde es schon warm und wir bekamen unsere erste Bräunung. Auf über 1200m Höhe, dort wo auch mein Homepage-Bild entstanden ist, waren wir allerdings alle total verzückt,: der Lavendel stand noch kurz vor der vollen Blüte und ein riesiges Muskatellersalbeifeld stach uns sofort ins Auge: hell glitzerndes zartes Lila mit einem betörenden Duft. Am Dienstag begann das typische provencialische Wetter: strahlend blauer Himmel, Sonnestrahlen wohin man blickte, mit einer leichten Brise... so blieb es die ganze Woche. Zusammen mit einer Gruppe von Herboristen aus Belgien besuchten wir eine biologische Sirup-Herstellung hoch oben auf dem Berg, dann das malerische Örtchen le Poët - Laval, in dem kein Auto durch die Gassen passt, mit seinen üppigen Malvenblüten. Eine lange Fahrt an der les routes de la Lavande, vorbei an unzähligen Lavendel-, Oliven- und Aprikosenfelder, hat uns fasst unser Ziel vergessen lassen: Buis – les - Baronnies mit einem sehr interessanten Pflanzenmuseum.... und beinahe hätten wir unser herrliches Abendessen verpasst. Mittwoch hieß es wieder früh aufstehen, denn der Markt von Die ist dann am schönsten. Er ist bunt, so bunt wie die schillernsten Farben der wilden Blumen zwischen den Felsen. Im Park haben wir unser Picknick genossen, um dann eine große Firma zu besichtigen, die homöpathische Produkte herstellt sowie ätherische Öle, Mazerationen, Tinkturen u.s.w. Was würde eine Duftreise ohne Populations-Lavendel sein? Also ging es wieder in die Berge zu einer der ältesten Destillen der Gegend. Aber diesmal waren wir pünktlich im Hotel und so konnten wir am Abend im Seminarraum des Hotels unseren Workshop durchführen. Das frühe Aufstehen waren wir nun schon gewohnt, das war gut, denn eine lange Reise stand uns am Donnerstag bevor. In Nyons wartete einer der größten Märkte auf uns und wir hatten einen Termin zu einer Muskatellersalbeidestillation. Gut, dass Wasser in der Nähe war, denn so war es möglich, dass man auch mal zwischendurch die Füße im Fluss erfrischen konnte und das war wahrlich eine Wohltat. Der Aromagarten mit alter Destille rundete den Tag so richtig ab und wir kamen fasst pünktlich zum Abendessen. Natürlich hatten wir die Digi – Foto - Apparate alle voll und es wurde Zeit für mehr Speicher. So luden wir sie alle auf den Laptop. Natürlich waren wir alle neugierig wie sie geworden sind und deshalb trafen wir uns am Freitagmorgen im Seminarraum zur „fröhlichen Bilderschau“. Zum Mittag hatten wir die „Vier-Sterne-Crepperie“ aus dem Nachbarort getestet. Aber viel Zeit hatten wir nicht, denn zwei weitere Aromagärten, Sanoflore bei Beaufort und der Klostergarten in Ste Croix, warteten auf uns und natürlich wurden wir wieder nicht enttäuscht: das Wetter war super, die Pflanzen dieses Jahr nicht von der Sonne verbrannt, nicht vertrocknet oder durch Ungeziefer zerfressen... nein, sie sahen aus, als hätten sie auf uns gewartet. Herrlich gut ausgebildete Blüten und Blätter fanden auf unseren Kameras einen Ehrenplatz... Um 16.45 Uhr erwartete uns die Dolmetscherin für unseren letzten großen Tagespunkt: der Herstellung vom landestypischen Clairette de Die aus kontrolliert biologischem Anbau. Und dann wurde es sehr lustig... denn dort gibt es viele Sorten zu testen. Gut dass ein Weinkeller kühl ist, denn so konnte sich mancher etwas abkühlen. So mancher deckte sich mit dem „leckeren Nass“ ein. Samstag wussten wir, der letzte Tag, die letzte Möglichkeit noch etwas zu sehen. Ich wollte noch einmal auf die Berge zu den Muskatellersalbeifeldern und ich war nicht alleine... Mittags mussten wir wieder zu Hause sein, denn wir waren mit der Dolmetscherin Anette und Remy, einem Anbauer /Destillateur, verabredet. Es sollte der Höhepunkt der Woche werden. Um auf die Spitze vom Col des Roustans zu kommen, wurden wir mit dem LkW auf die Plattform gekarrt, wo auch der wilde Lavendel geschnitten wird. Die Aussicht war grandios – wir konnten sogar die Alpen erkennen. Eine Stunde war schon sehr lange dort oben, wir lernten viel über den Wildwuchs und die anschließende Destillation von Wildlavendel. Aber dann mussten wir aus der Sonne, gut, dass wir auf dem Gehöft in den Bergen an einem schattigen Plätzchen erwartet wurden, wo alle unsere Sinne auf ihre Kosten kamen... Doch die Woche war rum und Sonntag sollte es zurück nach Deutschland gehen. So beschlossen wir noch am Abend schnell einen Supermache aufzusuchen um den nötigen Reiseproviant, CD's (zum Brennen für die Fotos) u.a. einzukaufen. Diesmal waren wir wirklich spät zum Abendessen gekommen, aber ich glaube, es waren alle sehr zufrieden. Abends haben sich die Einen oder Anderen noch getroffen, denn auch die Herboristen wollten Sonntag Frankreich verlassen. Der warme Abend lud noch zum Plaudern auf der Terasse ein. Die letzten Fotos wurden noch auf dem Laptop gespeichert und auf CD gebrannt. Sonntag fiel der Abschied schwer, aber ich glaube nur in strahlende Gesichter gesehen zu haben. Vielleicht möchten Barbara, Gundi, Roswitha, Michael, Jonas, Rüdiger oder Marc noch etwas hinzufügen? Schließlich habe ich nur MEINE Eindrücke und Wahrnehmung beschrieben - natürlich in Kürze, denn es soll ja nicht langweilen... :-) Bis dahin... mein Bericht... und euch eine schöne Woche Christiane |